Die Tollkirsche zählt zur Familie der Nachtschattengewächse. Sei enthält große Mengen Tropanalkaloide (hauptsächlich Atropin), dessen pupillenerweiternde Eichenschaft noch heute in der Augenheilkunde eingesetzt wird. Auch in der Homöopathie wird die Tollkirsche genutzt.
Giftintensität:
sehr stark giftig
Standort:
Schattige Bergwälder, lichte Lauf- und Mischwälder, steinige Gebüsche, Ränder von Waldwegen und Kahlschläge.
Blüte:
Frühsommer/Sommer - Die braunroten bis braunvioletten Blüten sind röhrig-glockig, gestielt mit fünfzipfligem Kronsaum. Sie hängen einzeln oder stehend ab. Die Pflanze trägt im Sommer gleichzeitig grüne Blütenknospen, braune Blüten, grüne unreife Beeren und schwarze reife Beeren.
Früchte:
Sommer/Herbst - Die Früchte sind glänzen schwarze Beeren mit violettem Saft. Sie sind etwa kirschgroß, kugelig, mit vielen Einzelsamen in der Beere und schmecken süßlich.
Giftige Pflanzenteile:
Alle Pflanzenteile, besonders Beeren, Samen und Blätter.
Gefährliche Dosis:
Eine Menge von ca. 150g der Wurzeln wirken bei einem Pferd tödlich.
Mögliche Symptome:
Atmung und Puls schneller, weite Pupillen, Erregung, trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Herzklopfen, Sehstörungen, Durst, Anstieg der Körpertemperatur. Verstopfung, Tobsucht, Lähmung nach starkem Schwitzen, Ataxie, Tod durch Atemlähmung möglich.