Das Pfaffenhütchen oder Spindelbaum zählt zu den Spindelbaumgewächsen und ist nicht zuletzt wegen seiner leuchtend roten Fruchthüllen sehr verlockend für Pferde. Pfaffenhütchen wurden früher in der Heilkunde verwendet, heute jedoch nicht mehr.
Giftintensität:
stark giftig
Standort:
Als Zierstrauch in Gärten und Parks, aber auch wild wachsend an Waldrändern, Hecken, Gebüsche, die Pflanze mag feuchte, schattige Orte (Lehmböden)
Blüte:
Frühling - Die gelbgrünen Blüten sind klein, 8-19 mm und in doldenartigen Blütenständen zusammengefasst. Sie stehen in den Blattachseln.
Früchte:
Herbst - Als Früchte werden karminrosarote, zur Reifezeit in 4 Teile aufspringede Kapseln ausgebildet. Die 4 Samen hängen dann an einem Faden aus der Kapsel und sind mit einem orangefarbenen Mantel umhüllt. Die Früchte erinnern an die Kopfbedeckung katholischer Geistlicher, daher der Name.
Giftige Pflanzenteile:
Die gesamte Pflanze, besonders die Früchte.
Mögliche Symptome:
Meist erst nach einiger Zeit (15 Std.) Temperaturerhöhung, Kurzatmigkeit, Kreislaufstörungen, später bei Leberschädigung gelbliche Schleimhäute. Kolik, Durchfall oder Verstopfung, Krämpfe, Bauchfellentzündung, Herzrasen. Als Spätfolgen wird über Leber- und Nierenschäden berichtet.