Die Kornrade gehört zur Familie der Nelkengewächse. Früher war die Pflanze häufiger, ebenso die Vergiftungen durch sie. Meist waren mit Kornradesamen verunreinigte Futtermittel die Ursache. Die giftigen schwarzen Samen gerieten über das Getreide oder das Getreidemehl ins Futter, inzwischen wird das Getreide jedoch besser gereinigt. Der Samen wird häufig in Gartencentern als Zierpflanze angeboten. Die Kornrade ist eine geschützte Pflanze, die heute medizinisch nicht mehr genutzt wird. Im Mittelalter diente sie als Arzneipflanze.
Giftintensität:
stark giftig
Standort:
Als Feldblume an Getreidefeldern und Wegrändern, heute selten, manchmal als Unkraut im Garten.
Blüte:
Frühsommer/Sommer - Die violetten Blüten haben 5 Kronblätter. Um die Blüte ist ein Blütenkelch aus zusammengewachsenen Blättern. Die Spitzen der grünen Kelchblätter überragen die Blüte.
Früchte:
nach der Blüte - Es werden Kapseln ausgebildet, in denen braunschwarze, gebogene Samen liegen.
Giftige Pflanzenteile:
Gesamte Pflanze, besonders die reifen Samen.
Mögliche Symptome:
Fressunlust, Durst, Benommenheit. Schleimhautreizungen in Maul und Rachen, starke Speichelung, Zahnfleischentzündungen, Kolik, Krämpfe und Atemprobleme, Hämolyse - durch diese können Nieren- oder Leberprobleme auftreten. Tod durch zentrale Atemlähmung.