Der rote Fingerhut gehört zu den Rachenblütlern und ist seit langem als Giftpflanze bekannt. Sowohl in der Natur, als auch als Zierstrauch ist er recht häufig anzutreffen. Seine toxischen Inhaltsstoffe verändern sich nicht durch das Trocknen, Lagern oder Kochen. Digitalis ist eines der bekanntesten Giftstoffe, die in der Medizin verwendet erden. Ebenso findet die Pflanze in der Homöopathie Anwendung.
Giftintensität:
sehr stark giftig
Standort:
West- und Mitteileuropa, in Gebirgslagen häufig; lichte Wälder, sonnige Berghänge, auf Kahlschlägen und als Zierpflanze in Gärten.
Blüte:
Sommer - Die Blüten sind purpurn, manchmal mit weiß, 4-5 cm lang, aufrecht und bauchig-glockig.
Früchte:
nach der Blüte - Es wird eine Kapsel mit 2 Fächern ausgebildet, die viele braune Samen enthält.
Giftige Pflanzenteile:
Die gesamte Pflanze ist auch getrocknet hochgiftig (Heu), Lagerung oder Kochen nimmt keinen Einfluss auf das Gift.
Gefährliche Dosis:
Bei der Menge von 25 g trockener, oder ca. 150g frischer Blätter setzt für ein Pferd die tödliche Wirkung ein. Dies gilt auch dann, wenn diese Menge über einen Zeitraum von mehreren Tagen verteilt ist.
Mögliche Symptome:
Benommenheit, Schwitzen, unregelmäßige Atmung, Zittern. Blutig-wässriger Durchfall, Verlangsamung des Herzschlages, später gefolgt von lauten Herztönen und Herzrhythmusstörungen, Taumeln, Zuckungen und schließlich Tod durch Herzstillstand.