Der gefleckte Aronstab (auch Zehrwurzel oder Ronenkraut genannt - alte Bezeichnungen waren auch Pfaffenspint und Magenwurz)) gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Er wurde im Altertum in der Medizin angewandt und in der jüngeren Vergangenheit kam er noch in der Homöopathie zur Anwendung, in der jetzigen Zeit allerdings nicht mehr. Da der Aronstab währen der Blüte einen unangenehmen Geruch entwickelt, wird die frische Pflanze in dieser Zeit von Pferden eher nicht beachtet. Getrocknet ist dieser Geruch allerdings nicht mehr wahrnehmbar. Da die rot gefärbten Beeren einen süßlichen Geschmack besitzen, üben sie eine große Anziehungskraft auf Pferde aus.
Giftintensität:
starkt giftig bis sehr stark giftig, tödlich
Standort:
Schattige, feuchte Laubwälder, Gebüsche und Bachufer in Mittel- und Südeuropa.
Blüte:
Frühling - die gut sichtbare (männliche) Blüte bildet einen Kolben und ist von einem großen Blatt umhüllt.
Früchte:
im Sommer - Kolben die dicht mit scharlachroten Beeren besetzt sind.
Giftige Pflanzenteile:
Die gesamte Pflanze ist giftig, auch die Beeren. Die Giftstoffe der Pflanze werden durch die Trocknung neutralisiert. Ausgenommen davon sind die Früchten, in diesen kann das enthaltene Gift nur durch erhitzen (Kochen) zerstört werden.
Mögliche Symptome:
Schwere Entzündungen mit Blutungen im gesamten Verdauungstrakt (Mundschleimhäute bis Darm), Durchfall, Krämpfe, Herzrhythmus- und Gleichgewichtsstörungen, rapides Ansteigen des Blutdrucks, Leber- und Nierenschäden.